Ängste und der Umgang damit

Ängste und Depressionen gehen oft Hand in Hand. Falls Sie gerade mit Ängsten zu tun haben, kann Sie allein das Lesen dieses Artikels überfordern. Doch haben Sie Mut! Wenn Sie den Artikel bis zu Ende gelesen haben, dann haben Sie ein wirkungsvolles Mittel gegen Ihre Angst in der Hand. Wir werden Ihnen eine Methode beschreiben, die Ihnen helfen kann, für immer mit Ihrer Angst fertig zu werden. Wirklich dauerhaft!

ÄngsteAngst ist normaler Weise eine wirklich gute Sache. Sie hindert uns, in halsbrecherischer Weise in großen Höhen herum zu turnen oder beispielsweise in eine Flamme zu fassen. Die natürliche und gesund Angst hindert uns daran. Doch manchmal entwickeln Ängste ein Eigenleben, zum Beispiel in einer Depression.Plötzlich tritt Angst in ganz normalen Alltagssituationen auf. Zum Beispiel in einer Schlange im Supermarkt oder auf dem heimischen Sofa.

(Weiterlesen! Es wird nicht schlimm…)

Wenn wir zum Beispiel wie unsere Vorfahren noch mit Speer und Bogen zur Jagd gehen würden und uns würde ein Bär begegnen, hätten wir zwei Möglichkeiten, die Situation zu lösen. Entweder wir fliehen vor dem Bären oder wir greifen ihn an. Ähnlich verhält es ich mit der Angst. Entweder wir begeben uns aus der Angst machenden Situation heraus oder wir gehen die Angst an. Dies funktioniert sehr gut bei natürlichen Ängsten, die alle einen Grund haben. Doch bei Depressionen ist die Angst oft irrational. Sie kommt bei der Arbeit oder sonst irgendwo. Die natürlichen Verhaltensmuster funktionieren nun nicht mehr. Denn schließlich können wir nicht einfach vom Arbeitsplatz weglaufen…

Also beginnt man mit der Angst zu kämpfen. Die Folge ist, dass sich die Angst immer weiter steigert und kaum noch nieder halten lässt. Die Angst lässt sich nur bis zu einem gewissen Grad nieder halten und gewinnt dann meist die Oberhand. Die Folge ist in der Regel eine Flucht aus der Situation und ein zukünftiges Vermeiden dieser Situationen.

Das Problem liegt jedoch in der grundlegenden Herangehensweise an die Angst.

Angst kann sich nicht ins Unermessliche steigern. Angst steigert sich nur bis zu einem gewissen Punkt, dann setzt eine Endorphinausschüttung des Körpers ein. Diese Endorphine sorgen dafür, dass sich die Angst, die eben noch übermächtig erschien, sich in absolutes Wohlbefinden auflösen.

Wie kann ich es erreichen, dass es zu dieser Endorphinausschüttung kommt?

Die Antwort ist ziemlich einfach. Hören Sie auf, mit der Angst zu kämpfen!!! Im Gegenteil, lassen Sie sie zu und lassen Sie die Angst sich steigern auch wenn Sie meinen, es nicht mehr aushalten zu können. Irgendwann kommt der Punkt, an dem Sie sich schlagartig wohl fühlen werden. Klingt ziemlich verrückt. Nicht wahr?

Wenn die Angst sich wieder anschleicht, sprechen Sie in Gedanken mit ihr. Sagen Sie ihr, dass sie ruhig kommen kann und dass Sie sich nicht mehr vor ihr fürchten. Denn vielfach ist die Angst vor der Angst das Schlimmste. Man fürchtet sich davor, in Situationen zu gehen, in denen man schon einmal mit einer Angst- oder Panik-Attacke konfrontiert wurde.

Angst

Um die beschriebene Methode zu probieren, gehen Sie bewusst in solche Situationen oder warten Sie einfach, bis die Angst das nächste Mal kommt. Jetzt können Sie alles tun, nur Sie dürfen nicht mit der Angst kämpfen. Versuchen Sie nicht diese nieder zu halten!!! Im Gegenteil! Lassen Sie die Angst kommen und fürchten Sie sich einfach nicht mehr vor Ihr. Haben Sie keine Bange. Es wird Ihnen nichts Schlimmes geschehen. Sie werden nicht durchdrehen oder in der Supermarktschlange anfangen zu gackern wie ein Huhn. Im Gegenteil, Sie werden schon nach kurzer Zeit feststellen, wie sich die Angst in absolutes Wohlbefinden auflöst. Reden Sie mit Ihrer Angst in folgender Weise: „Komm schon! Ich fürchte mich nicht mehr vor Dir. Du kannst mir überhaupt nichts mehr anhaben!“. Die Angst wird dann noch bis zu einem gewissen Grad über Sie kommen, aber das sind dann schon fast nur noch Rückzugsgefechte.

Als ich von dieser Methode erfuhr, habe ich sie kurzzeitig in verschiedenen Alltagssituationen ausprobiert. Und siehe da, es funktionierte. Jetzt wollte ich es wissen und fuhr mit Freunden in einen großen Freizeitpark. Mein Ziel war die große Achterbahn. Allein in der Warteschlange hatte ich mehrere Panik-Attacken, die ich alle in bewährter Weise in den Griff bekam. Als ich dann im Wagen saß und nach oben gezogen wurde, dachte ich noch bei mir: „Was machst Du hier eigentlich?“ und hatte schon wieder Angst. Doch ich ließ die Angst kommen und schon nach wenigen Sekunden konnte ich die Fahrt mit der Achterbahn genießen und hatte richtig Spaß daran. Man muss sich das wie Training vorstellen. Wenn man es oft genug übt, klappt es auch immer besser. Die Angst wird immer leiser und stiller und verschwindet irgendwann ganz von selbst.

Hier noch ein Buchtipp in dem das gerade beschrieben Konzept noch viel ausführlicher erklärt wird. Es ist von Roger Baker geschrieben und heißt: „Wenn plötzlich die Angst kommt“.

Bildquelle: Gerd Altmann/Shape:photoshopgraphics.com  / pixelio.de

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